Seit einem Jahr können Geschäfts- und Privatkunden bei der Schweizerischen Post Briefe, Pakete und Güter mit dem «pro clima»-Zuschlag in der Schweiz oder weltweit klimaneutral versenden. «pro clima» hat sich seit der Einführung mit mehr als 55 Milli-onen Sendungen und über 100 Geschäftskunden erfreulich entwickelt. Die CO2-Emissionen dieser im Jahr 2009 aufgegebenen «pro clima»-Sendungen werden nun über das von der Weltbank als bestes Umweltprojekt 2009 ausgezeichnete Abfalldeponiegaskraftwerk in der Türkei kompensiert. Dies hat die Mehrheit der Kundinnen und Kunden der Schweizerischen Post in einer Internetwahl entschieden.
Wer die CO2-Emissionen kompensieren will, die beim Postversand entstehen, kann dies seit Februar 2009 bei der Schweizerischen Post mit dem «pro clima»-Zuschlag tun. Die Zuschläge investiert die Post in Emissionszertifikate aus einem Klimaschutzprojekt. Dadurch werden die Sendungen klimaneutral. Seit der Einführung im Februar 2009 hat sich «pro clima» erfreulich entwickelt: Mehr als 55 Millionen Sendungen wurden im ersten Jahr klimaneutral verschickt. Die Post nutzt «pro clima» selber und kompensiert so auch die CO2-Emissionen, die bei der Beförderung ihrer eigenen Korrespondenz entstehen. In einer Internetwahl konnten Kundinnen und Kunden der Post nun das Klimaschutzprojekt bestimmen, aus dem die Post Emissionszertifikate im Umfang von rund 12‘000 Tonnen CO2 kauft. Der Entscheid fiel zugunsten eines Abfalldeponiegas-Projekts in der Türkei.
Abfalldeponiegaskraftwerk erzeugt sauberen Strom
In der Mamak-Abfalldeponie in der Provinz Ankara werden Gase gesammelt sowie Bio- und Syngas produziert. Gasturbinen erzeugen daraus Strom. Dazu wurde die Deponie abgedeckt, ein Sickerwasser-Drainagesystem entwickelt und ein Sortier- und Recyclingcenter geschaffen. Die Anlage ergänzt herkömmliche Kraftwerke in der Region und reduziert so dank erneuerbarer Energien die Treibhausgasemissionen. In der Abfalldeponie werden rund 200 Mitarbeitende beschäftigt, die für den Betrieb und den Unterhalt der Anlage speziell ausgebildet sind.
Die Anlage ist ein Vorzeigebeispiel für Abfallmanagement in der Türkei und wurde von der Weltbank als bestes Umweltprojekt 2009 ausgezeichnet. Die Betreiber lancierten zusammen mit den lokalen Behörden eine Sensibilisierungskampagne für die lokale Bevölkerung zum Thema Recycling und Abfallmanagement. Das Projekt wäre ohne Zusatzfinanzierung durch den Verkauf von Emissionszertifikaten nicht realisierbar gewesen.
Konsequente Umweltstrategie
Die Schweizerische Post verfolgt eine konsequente Umweltstrategie: Sie reduziert den Energieverbrauch so weit wie möglich und ersetzt Energien aus nicht erneuerbaren Quellen durch erneuerbare Energien. Über das Angebot «pro clima» können Kunden die CO2-Emissionen aus dem verbleibenden Energieverbrauch kompensieren. Dabei unterstützt die Post Klimaprojekte mit dem unabhängig kontrollierten «Gold Standard». Dieses Qualitätslabel garantiert, dass die CO2-Reduktionsprojekte zu einer realen Reduktion von Treibhausgasen führen und eine nachhaltige Entwicklung im jeweiligen Land fördern. Die Post investiert die «pro clima»-Zuschläge der Kunden und Kundinnen aus dem Jahr 2009 vollumfänglich in das gewählte «Gold Standard» Klimaschutzprojekt in der Türkei. Auch die Emissionen der posteigenen «pro clima»-Sendungen werden über den Kauf von Emissionszertifikaten aus diesem Projekt kompensiert.
Weitere Informationen:
Die Schweizerische Post Marc Amstutz, Produktmanager pro clima/Projektleiter Nachhaltigkeit Medienstelle 058 338 13 07
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