Wo gibt es den Breitmaulfrosch?

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Geschrieben von: Redaktion 09.02.10
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Basel - Ein internationales Forschungsteam hat Kröten untersucht und festgestellt, dass manche nur räumlich, andere aber weltweit vorkommen. Ihre im Wissenschaftsmagazin "Science" veröffentlichten Erkenntnisse zeigen, dass sieben Merkmale wesentlich für diesen Erfolg verantwortlich sind.

Wie die Uni Basel berichtet, seien die meisten Amphibiengruppen auf einzelne Landmassen wie Afrika oder Südamerika beschränkt, während eine davon, jene der Kröten (Bufonidae), weltweit auf nahezu allen Kontinenten vorkommen. Die Kröten sind darüber hinaus eine faszinierende Gruppe der Lurche, weil sie über ein breites Spektrum von Fortpflanzungsstrategien verfügen und zahlreiche Lebensräume mit unterschiedlichen ökologischen Nischen besetzen, heisst es in dem Bericht.

Unter Verwendung der Verbreitungsdaten hätten die Biogeographie-Forscher am Departement Umweltwissenschaften der Universität Basel nach einer Verbindung zwischen der Grösse des Verbreitungsgebiets und mehreren ökologischen und physiologischen Eigenschaften gesucht: Abhängigkeit von Gewässern, Besitz von Ohrdrüsen, Fettkörper im Leistenbereich, Fortpflanzung durch Eiablage und in temporären Gewässern, Existenz von sich aktiv aus der Umgebung ernährenden Kaulquappen, Gelegegrösse, Körpergrösse. Nachgewiesen wurden starke Korrelationen mit allen diesen Eigenschaften.

Die unterschiedlichen Ausbreitungsfähigkeiten der einzelnen evolutionären Linien im zeitlichen Verlauf der Evolution hätten belegt, dass morphologisch ähnliche oder gleiche "Kröten-typische" Merkmale mehrfach unabhängig voneinander gebildet worden seien: Es seien jene gewesen, die das so charakteristische, durch warzige, dicke Haut gekennzeichnete Erscheinungsbild (Phänotyp) der Kröten repräsentierten.

Weiter liess sich ableiten, heisst es in dem Bericht der Uni Basel, dass die Ausbreitungsfähigkeiten mit dem allmählichen Erwerb der sieben adaptiven Eigenschaften zunahmen und diese schliesslich bei Erreichen des perfekten "Kröten-Phänotyps" optimal waren. Hierdurch sei die weltweite Ausbreitungswelle dieser Tiere im Oligozän vor 25 bis 35 Millionen Jahren ausgelöst worden, unmittelbar gefolgt von einer deutlichen Zunahme seiner Diversifizierungsrate. (eg)


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