Überraschungsbesuch

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Geschrieben von: Alexandra Pellanda, Biovision 09.02.10
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“Das ganzheitliche BioEconomy System ist eine sehr eindrucksvolle und praxisnahe Lösung für die Minderung des Klimawandels und die Erhaltung der Lebensgrundlagen in Afrika”, sagte Ban Ki-moon nach seinem Besuch eines Projektes in Äthiopien, das von Biovision, einer Schweizer Stiftung für ökologische Entwicklung unterstützt wird. Dabei handelt es sich um eine landwirtschaftliche Berufschule für Bauern in Addis Abeba, die von BioEconomy Africa geführt wird. 

„Nirgends ist die Verbindung von nachhaltiger Entwicklung und Klima sichtbarer als hier in Afrika”, hielt Ban Ki-moon in seiner Rede anlässlich des 14. Gipfels der Afrikanischen Union in Addis Abeba, Äthiopien, fest. Mit seinem Besuch bei der BioEconomy Africa (BEA) informierte er sich vor Ort darüber, welchen Beitrag die ökologische Landwirtschaft zum Klimaschutz und für eine nachhaltige Entwicklung in Afrika leisten kann. Die BEA fördert zusammen mit Biovision den biologischen Landbau in Äthiopien. Auf Biofarmen lernen Bauern und Bäuerinnen, mittels nachhaltiger Anbaumethoden, ihre Ernährungslage zu sichern. Das Prinzip: Mit der Natur arbeiten, statt gegen sie. In Schulungsgärten erhalten die Kleinbauern das praktische und theoretische Rüstzeug für ihren Beruf. Das reicht von der Bodenbearbeitung über biologische Schädlingsbekämpfung bis hin zur sicheren Lagerung von Nahrungsmitteln. 

Schweizer Landwirtschaftsschulen als Vorbild 

2008 hatte sich Dr. Getachew Tikubet, BEA Direktor in Addis Abeba anlässlich eines Besuches in der Schweiz von verschiedenen Schweizer Landwirtschaftsschulen inspirieren lassen. Besonders Aufschlussreich war für ihn der Besuch am Plantahof in Landquart (Graubünden), wo ebenfalls ein sehr praxisbezogener Lehrgang für Biolandbau angeboten wird. Die ökologische Landwirtschaft wirkt sich günstig auf die Bodenfruchtbarkeit und den Humusgehalt der Ackerflächen aus. Durch die Kompostierung der Ernterückstände entstehen Böden, die mehr Kohlendioxid binden, Wasser besser speichern, Feuchtigkeit länger zurückhalten und auch bei Trockenheit höhere Erträge ermöglichen. Das ist in Afrika angesichts der Folgen des Klimawandels besonders wichtig. 

Die Stiftung Biovision und ihre Partner vor Ort, darunter die BEA in Äthiopien, verbreiten in Ostafrika wissenschaftlich abgestütztes, praktisches Wissen über ökologische Methoden. Das trägt dazu bei, die landwirtschaftliche Produktion zu verbessern und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die Biofarmen der BEA haben das Potential ein Modell für ganz Afrika zu werden. Davon konnte sich auch der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon bei seinem Besuch der Bauernschule in Addis Abeba überzeugen. 

BEA & Biovision - für eine ökologische Entwicklung

Äthiopien ist seit 2001 ein Schwerpunktland von Biovision. Die BEA ist dabei der Haupt- Projektpartner in der Umsetzung von ökologischen Methoden in der Landwirtschaft und in der nachhaltigen Landnutzung. Die Schweizer Stiftung Biovision bekämpft Armut und Hunger an der Wurzel und fördert umweltfreundliche Methoden, die zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen in Afrika führen. BioVision leistet Hilfe zur Selbsthilfe und fördert ökologisches Denken und Handeln – im Norden wie im Süden. Biovision wurde 1998 vom Schweizer Welternährungspreisträger Hans Rudolf Herren gegründet und ist ZEWO- zertifiziert.

 

Weitere Infomationen:

Biovision
Alexandra Pellanda, Kommunikation und Webredaktion
Telefon: 044 341 97 18
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Bild: Der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon besuchte zusammen mit seiner Frau Yoo Soon-taek und eine UN-Senior Delegation die Biofarm und das Yeha Institut der BEA in Addis Abeba (Äthiopien). Die BEA (BioEconomy Association Africa) wurde von Dr. Getachew Tikubet gegründet und ist die Haupt-Partnerorganisation der Schweizer Stiftung Biovision in Äthiopien (UN Photo/Eskinder Debebe).