Baden-Baden - Noch ist das Recycling wegen der langen Lebensdauer der Photovoltaik-Module kein drängendes Problem. Aber die Branche trifft Vorkehrungen. Die gescholtene chinesische Industrie ist dabei, schreibt solarmedia.blogspot.com. Verwandte Themen| { Bündnis für Nachhaltigkeit, 03.02.10 } | | { Für eine nachhaltige Wirtschaft, 11.12.09 } | | { Beste Recycling-Idee gesucht, 29.10.09 } | | { Chemieriesen kaum nachhaltig, 01.10.09 } | | { Für eine enkeltaugliche Schweiz, 07.09.09 } | | { Konsumenten an die Macht, 07.08.09 } | | { Einmal gutes Gewissen, bitte!, 15.07.09 } | | { Solarstrom soll billiger werden, 21.05.09 } | | { Chance zum Umdenken, 22.03.09 } |
Laut einer Studie im Auftrag von EPIA und der Gründungsmitglieder von PV CYCLE müssten 2010 etwa 3.000 Tonnen PV-Module in Deutschland entsorgt werden. Das seien fast 50 Prozent des Photovoltaik-Mülls, der dieses Jahr in Europa entstehe. Obwohl diese Zahl in den nächsten 20 Jahren relativ stabil bleibe, zeige die Studie, dass bis 2030 etwa 130.000 Tonnen ausgediente Solarmodule in Europa entsorgt werden müssen. "Da Solarmodule eine sehr lange Lebensdauer haben, wird die Menge der zu entsorgenden Module in den nächsten 20 bis 25 Jahren nicht sonderlich wachsen. Dennoch bereitet sich die Industrie bereits vor. Das Rücknahme- und Recycling-Modell von PV CYCLE, das Anfang des Jahres in Deutschland eingeführt wurde, wird dann ganz greifen, wenn ausreichende Modulmengen entsorgt werden müssen. Dieses Modell wird schrittweise in den Ländern der EU und der europäischen Freihandelszone eingeführt werden", erklärte Jan Clyncke, Direktor von PV CYCLE laut Solarmedia. Die Ökobilanz von Photovoltaikmodulen aus asiatischer Produktion sei besser als ihr Ruf. Sie sei nicht unbedingt schlechter als die der Mitbewerber aus Europa - zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Bonner Nachhaltigkeits-Finanzdienstleisters Murphy&Spitz Research. Lediglich die Dokumentation ihrer Zulieferer sei lückenhaft und verbesserungswürdig, berichtet Solarmedia. Insgesamt führen der Bonner Solarkonzern SolarWorld und die US-amerikanische Dünnschichtspezialistin First Solar das Ranking an, berichtet gemäss Solarmedia Murphy&Spitz, gefolgt von dem chinesischen Hersteller Yingli. Die Amerikaner bekamen die besten Noten in Sachen Transparenz. Der amerikanische Hersteller Sunpower bildet in der Untersuchung das Schlusslicht, schreibt Solarmedia. Lediglich das Marketing seiner Produkte sei umweltfreundlich. (eg)
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