Bern – In Fingerfarben finden bei amtlichen Kontrollen die Behörden immer wieder krebserregende Stoffe. Die Hersteller von Malfarben lernen offenbar nicht dazu. Kinder spielen gerne damit und lecken sie mitunter auch von den Fingern ab. Damit sie mit den Farben nicht giftige Substanzen zu sich nehmen, ist die Verwendung der Inhaltsstoffe gesetzlich geregelt. Doch längst nicht alle Hersteller halten sich daran, schreibt das Portal ktipp.ch. Das habe eine Untersuchung des Kantonslabors Basel-Stadt gezeigt. Zusammen mit den Aargauer Kollegen habe das Labor neun Fingerfarben-Sets analysiert. Die Proben stammen laut ktipp.ch aus Spielzeugläden, Warenhäusern, Tiefpreis-Shops und Papeterien. Die Ergebnisse nennt ktipp.ch erschreckend. In drei Sets habe das Labor krebserregendes Nitrosodiethanolamin (NDELA) gefunden. Die Hersteller müssten nun die Zusammensetzung der Farben ändern. Eine Fingerfarbe soll den Farbstoff Rhodamin B enthalten haben. Dieser stehe in Verdacht, Krebs zu erzeugen und ist in Kosmetika verboten. Das Produkt darf gemäss ktipp.ch nicht mehr verkauft werden. Damit die Kinder nicht zu viel Farbe von ihren Fingern schlecken, müssen laut ktipp.ch der Farbe Bitterstoffe zugesetzt werden. Zwei Sets enthielten aber keinen Bitterstoff und dürfen nicht mehr verkauft werden, schreibt ktipp.ch. (eg) |