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Klimawandel ist Tatsache

Geschrieben von: Caroline Morel, SWISSAID 04.12.09
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In den Ländern des Südens ist der Klimawandel bereits eine Tatsache. SWISSAID setzt sich täglich konkret dafür ein, die Schäden zu begrenzen. Wenige Tage vor dem Klimagipfel in Kopenhagen läutet die Schweizerische Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit die Alarmglocke.

«SWISSAID wird von ihren Partnerorganisationen in den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas immer häufiger gebeten, Lösungen für die dramatischen Folgen des Klimawandels zu finden», sagt Caroline Morel, die Geschäftsleiterin von SWISSAID. «Bauernfamilien bitten um Nothilfe, weil sie die Ernte oder das Saatgut durch Überschwemmungen oder Dürre verloren haben.»

Naturkatastrophen, Bodenerosion, Wassermangel, Überschwemmungen, Ernteausfälle: Der Klimawandel ist eine Tatsache, mit der SWISSAID täglich vor Ort konfrontiert wird. Zur Begrenzung der Schäden fördert die schweizerische Organisation in enger Zusammenarbeit mit ihren Partnern eine regionale biologische Landwirtschaft. Diese trägt dazu bei, die verheerenden Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft zu mindern. Deren Produkte werden Tausende von Kilometern weit transportiert, und sie verursacht rund 30 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen.

In Nicaragua beginnt die Regenzeit heute später als früher und dauert manchmal nur noch fünf statt sechs Monate. Das von SWISSAID unterstützte Programm «Von Bauer zu Bauer» vermittelt den Bauernfamilien umweltfreundlichere, biologische Produktionsmethoden. Gleichzeitig wird eine vom Klimawandel immer stärker bedrohte Biodiversität bewahrt.

«In Niger kommt der Regen immer später oder bleibt ganz aus», sagt die SWISSAID-Geschäftsleiterin Caroline Morel, die dies selbst mehrmals festgestellt hat. SWISSAID unterstützt deshalb Projekte von Frauen, die Gemüseanbau in der Trockenzeit betreiben. Dank einer geringen Bewässerung erzielen sie damit ausgezeichnete Ernten. In Indien werden ganze Regionen regelmässig durch Überschwemmungen verwüstet, während der Regen in anderen Gebieten ausbleibt. SWISSAID leistet Nothilfe, dank der Bauernfamilien, die alles verloren haben, ihre Felder wieder bebauen können.

«Unsere Projekte, die wir in den Ländern des Südens in der Landwirtschaft und zur Hungerbekämpfung durchführen, wird durch den Klimawandel belastet. Die internationale Gemeinschaft muss dringend wirkungsvolle Massnahmen ergreifen», appelliert Caroline Morel. Sie erinnert daran, dass die Menschen in den Ländern des Südens die ersten Opfer des Klimawandels sind, zu dem sie aber kaum beigetragen haben.

 

Weitere Informationen:


SWISSAID
Caroline Morel, Geschäftsleiterin
Telefonnummer 031 350 53 50

 

Bild:  Folgen des Klimawandels sind bereits sichtbar (SWISSAID).

 

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