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Bayer weltweit aktiv

Geschrieben von: Dirk Frenzel, Bayer AG 25.11.09
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Der Bayer-Konzern hat ein weltweites Programm zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Klimaschutz gestartet. In verschiedenen Projekten will das Unternehmen seine Produkte und das Know-how seiner Mitarbeiter einbringen.

Davon profitieren 15 Millionen Menschen direkt, weil sich unmittelbar ihre Gesundheitsversorgung und auch das ökonomische und soziale Umfeld verbessern. Ausserdem sollen neue Technologien Treibhausgase um 5 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren.Einige Beispiele:

Selbstbestimmte Familienplanung und Bekämpfung vernachlässigter Krankheiten

Das Unternehmen steigert die Zahl seiner in Entwicklungsländern zur Verfügung gestellten Zyklen oraler Kontrazeptiva bis auf 110 Millionen im Jahr 2012 – das ist dann doppelt so viel wie 2008. Davon profitieren insgesamt 8 Millionen Frauen. In Afrika werden die Preise für Verhütungsmittel nach den Einkommensverhältnissen differenziert angeboten.
Bayer arbeitet mit ausgewählten starken Partnern zusammen, u.a. mit der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW), der United States Agency for International Development (USAID) und der International Planned Parenthood Federation (IPPF). Ziele sind neben dem besseren Zugang zu Verhütungsmitteln die Förderung von Sexualerziehung zu den Themen Schwangerschaft, Verhütung und HIV/AIDS sowie die Stärkung der Selbstbestimmung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Entwicklungsländern. Einen Film zu Projekten in Uganda finden Sie hier.

Zur Behandlung der Afrikanischen Schlafkrankheit, von der 500.000 Menschen im tropischen Afrika betroffen sind und an der jedes Jahr 70.000 Erkrankte sterben, stellt Bayer der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kostenlos Wirkstoffe zur Verfügung. Zur Bekämpfung von Chagas, mit der 14 Millionen Menschen weltweit infiziert sind, unterstützt Bayer die WHO mit kostenlosen Wirkstoffen und stellt Logistik im Wert von 1,5 Mio US-Dollar bereit. Ein weiteres Augenmerk gilt der Tuberkulose, denn noch immer gibt es jedes Jahr 9 Millionen neue Fälle akuter TB und sterben 2 Millionen Menschen daran. Bayer arbeitet gemeinsam mit der TB Alliance weltweit an der Entwicklung eines Tuberkulosemedikaments, das die Behandlung verkürzen soll.

Hochwertige Nahrungsmittel in Schwellenländern

In Indonesien setzt Bayer ein integriertes Programm für den nachhaltigen Reisanbau um. Es kombiniert die neue Anbaumethode der Direktsaat von vorgekeimtem Reis mit dem effizienten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Dünger und beinhaltet auch Schulungen für die Landwirte. Dadurch wird eine Ertragssteigerung von rund zehn Prozent erreicht. Zudem werden gegenüber der herkömmlichen Anbaumethode mit umgepflanzten Setzlingen der Ausstoß des klimaschädigenden Methan-Gases um circa 30 Prozent und auch der Wasserverbrauch deutlich gesenkt. Die dafür notwendigen Sämaschinen wurden von Bayer mit entwickelt und werden den Landwirten kostenlos zur Verfügung gestellt. Einen Film zu diesem Projekt finden Sie hier

 

In Indien unterstützt das Unternehmen Landwirte dabei, die steigende Nachfrage nach preisgünstigem Gemüse bei gleichzeitig erhöhten Qualitätsanforderungen der Konsumenten und des Exporthandels zu befriedigen. Bayer bringt die Landwirte in seinem Programm „Food Chain Partnership“ direkt mit Zulieferern, Verarbeitender Industrie, Händlern und Exporteuren zusammen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Bis zum Jahr 2011 werden Experten des Unternehmens in 125 Projekten insgesamt 65.000 Landwirte beim Anbau von Gemüse unterstützen – z.B. bei Tomaten, Chili, Okra, Auberginen und Kartoffeln. Die Ziele: für die Landwirte höhere Erträge, grössere Absatzchancen sowie eine verbesserte Einkommenssituation und eine bessere Gemüse-Qualität. Ein positiver ökologischer Aspekt ist eine geringere Landnutzung, so dass der Ausweitung der Landwirtschaft auf Natur- oder Waldflächen entgegen gesteuert werden kann.

Energieeffizienz und Ressourcenoptimerung

Das "EcoCommercial Building" Program von Bayer bringt alle relevanten Partner der Baubranche für den Bau klimafreundlicher, energieoptimierter Gebäude überall auf der Welt zusammen. In die Planung werden insbesondere die jeweiligen lokalen Klimabedingungen und Bautraditionen mit einbezogen. Eine besondere Rolle spielen Hightech-Produkte von Bayer u.a. für die Gebäudedämmung. Als erstes Null-Emissionsgebäude dieser Art hat das Unternehmen in Deutschland gerade den Betriebskindergarten am Standort in Monheim eröffnetet. Einen Film dazu finden Sie hier.

Ein Konzern-Bürogebäude, das ebenfalls über eine im Jahresverlauf emissionsneutrale Energiebilanz verfügen wird, wird gegenwärtig in Indien in der Nähe von Neu-Delhi errichtet. Dort wird das EcoCommercial Building den klimatischen Bedingungen der Subtropen angepasst. Darüber hinaus eröffnete der Konzern im Mai 2009 ein neues Bürogebäude in Diegem, Belgien. Der Energieverbrauch dieses Gebäudes, ausgezeichnet mit dem belgischen Preis für Architektur und Energie 2009, ist nur halb so hoch wie der von vergleichbaren Bürogebäuden. Bayer wird das Geschäftsmodell des EcoCommercial Building im neuen Partnerschaftsnetzwerk verstärkt vermarkten.

Zur Reduzierung der Treibhausgase in der Chlorproduktion hat Bayer zusammen mit Partnern die neue Technologie der Sauerstoffverzehrkathode (SVK) entwickelt. Sie senkt den Stromverbrauch und die CO2-Emissionen um 30 Prozent in der derzeitigen Anwendung auf Säure-Basis. Die SVK ist an den Bayer-Standorten Caojing bei Schanghai in China und in Brunsbüttel in Deutschland bereits im grossindustriellen Einsatz. Bayer-Forscher haben die Technologie jetzt für die Chlorproduktion auf Salz-Basis weiterentwickelt. Bis 2011 soll die erste großtechnische Anlage in Deutschland in Betrieb gehen. Würden 15 Prozent der Anlagen aller Marktteilnehmer zur Herstellung von Chlor auf diese Technologie umgerüstet, würde sich das weltweite CO2-Einsparpotenzial in der Chlorherstellung auf 5 Millionen Tonnen pro Jahr summieren. Das ist drei Mal soviel, wie die jährlich in Deutschland neu zugelassenen Autos an Kohlendioxid einsparen, wenn sie die EU-Norm für den CO2-Ausstoss erfüllen. Bayer wird die innovative Technologie weltweit anderen Unternehmen der chemischen Industrie anbieten.

Der Bayer-Konzern wird zudem die Energieeffizienz in seiner Produktion bis 2013 um 10 Prozent gegenüber 2008 steigern. Das entspricht dann einer Einsparung der jährlichen Treibhausgas-Emissionen von 350.000 Tonnen.

 

Weitere Informationen:

Bayer AG
Dirk Frenzel
Tel.: +49 (0)214 30 29908
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt, Du musst JavaScript aktivieren, damit Du sie sehen kannst.

 

 

Bild: 

Frontseite: Dr. Luis Alberto Benios, Arzt im Krankenhaus von San Marcos de Sierra in Honduras, erklärt der an Chagas erkrankten Yadira Nuñez und ihrer Mutter den Wirkstoff Nifurtimox (Bayer AG).

Textseite: Bayer MaterialScience Innovation Center in Greater Noida, India (model). Ein Null-Emissions Bürohaus (Bayer AG). 

 

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