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Bern - Das Klima kann nicht allein durch technische Lösungen stabilisiert werden. Die Gleichstellung der Geschlechter und die Bekämpfung der Armut sind komplementäre Lösungsansätze. Diese Sichtweise soll laut einer Empfehlung des Weltbevölkerungsberichts der UNO an der Klimakonferenz in Kopenhagen mitberücksichtigt werden. Armut und die damit vielerorts verbundene Übernutzung natürlicher Ressourcen sei ein treibender Faktor der globalen Erwärmung, heisst es in einer Mitteilung des Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in Bern zu dem Thema. "Die Bekämpfung des Klimawandels ist nicht nur eine technologische oder finanzielle Frage. Es gibt auch eine demographische Dimension, die wir in die Politik miteinbeziehen sollten", zitiert das EDA Werner Haug vom Weltbevölkerungsfonds der Vereinten Nationen. Haug verwies darauf, dass eine Mehrheit der Armen weiblich ist. Werde die Situation der Frauen verbessert, könne die Armut nachhaltig bekämpft und ein Beitrag zur Stabilisierung des Klimas geleistet werden. "Investitionen in die Ausbildung und Gesundheit von Mädchen und Frauen sind seit vielen Jahren schon ein wichtiges Anliegen der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit", unterstrich in diesem Zusammenhang DEZA-Direktor Martin Dahinden. Die DEZA finanziert laut EDA-Angaben in Mosambik, der Moldau und anderen Partnerländern basismedizinische Gesundheitsprojekte, welche die Mütter- und Säuglingssterblichkeit senken. Durch Aufklärungsarbeit über Familienplanung tragen diese Projekte dazu bei, ungewollte Schwangerschaften zu verhindern und die Geburtenrate zu senken, ist Dahinden überzeugt. Die Ermächtigung von Frauen stärkt gemäss Überzeugung der DEZA die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels. Frauen mit einer höheren Schulbildung und mit Zugang zu Dienstleistungen der reproduktiven Gesundheit, haben zudem eher kleinere und gesündere Familien, unterstreicht die Eidgenössische Entwicklungshilfeorganisation in der EDA-Mitteilung. Tiefere Geburtenraten führten zu einem langsameren Wachstum der CO2-Emissionen. Der Bericht "State of World Population 2009" hält ausdrücklich fest, dass der Kampf gegen den Klimawandel eher zum Erfolg führt, wenn die Rechte, Bedürfnisse und Potenziale der Frauen in der Klimapolitik berücksichtigt werden. Der in 1967 gegründete Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) ist das zentrale Organ der Vereinten Nationen für Bevölkerungsfragen. Die Schweiz arbeitet seit 1973 mit dem UNFPA zusammen und teilt dessen Kernanliegen, insbesondere im Bereich der Frauenförderung. (ug) |