Die Schweinegrippe ist weltweit Thema in den Medien. Und trotzdem, das Leid, das Malaria verursacht, darf nicht vergessen werden. Am Samstag, 21. November 2009 zeigen Fachleute aus Afrika und der Schweiz am „Stopp Malaria“ Symposium der Stiftung Biovision, wie die tödliche Krankheit ohne Gift bekämpft werden kann. Während ein Impfstoff noch immer auf sich warten lässt, wird in den Projekten von Biovision mit integriertem Vektor-Management (IVM) erfolgreich eine umweltfreundliche und nachhaltige Methode angewandt.
Alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria. Tag für Tag, Jahr für Jahr. Und das allen medizinischen Fortschritten zum Trotz. Einen wirksamen Impfstoff gegen die tödliche Krankheit gibt es nach wie vor nicht, obwohl die Ursache seit mehr als hundert Jahren bekannt ist: Der Malariaerreger (Plasmodium) wird von der Anopheles-Mücke beim Blutsaugen auf den Menschen übertragen. Genau da setzen die Projekte der Stiftung Biovision an: Die Anopheles-Mücken werden mit ökologischen Methoden bekämpft, Mückenstiche werden vermieden. Biovision und umweltfreundliche Malariabekämpfung Die umweltfreundliche Bekämpfung von Malaria ist ein Hauptschwerpunkt in den Projekten von Biovision. Die Schweizer Stiftung bekämpft Armut und Hunger an der Wurzel und fördert umweltfreundliche Methoden, die zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen in Afrika führen. Biovision leistet Hilfe zur Selbsthilfe und fördert ökologisches Denken und Handeln – im Norden wie im Süden. Biovision wurde 1998 vom Schweizer Welternährungspreisträger Hans Rudolf Herren gegründet und ist ZEWO-zertifiziert. Die Krankheit an der Wurzel packen Die umweltfreundliche Methode zur Bekämpfung der Malaria heisst IVM: integriertes Vektor-Management. Die Massnahmen konzentrieren sich einerseits auf die Beseitigung der Brutplätze der Mücken oder - wo dies nicht möglich ist - auf die biologische Kontrolle der Mückenlarven. Andererseits wird die Bevölkerung informiert, wie sie sich mit Bettnetzen vor den tödlichen Stichen schützen kann. Entscheidend für den Erfolg sind ein sehr enger Einbezug der betroffenen Menschen und der Aufbau lokaler Strukturen, welche eine langfristige Anwendung der einzelnen Präventionsmassnahmen sicherstellen. Die Resultate in den „Stopp Malaria“ Projekten von Biovision sind beeindruckend: In Malindi (Tiefland) und Nyabondo (Hochland) in Kenia konnten die Malariafälle innert kurzer Zeit, mit verhältnismässig geringen Kosten um über 50 Prozent reduziert werden. Ausgewiesene Malariafachleute in Zürich Dr. Charles Mbogo, Leiter der Stopp Malaria Projekte von Biovision, gibt am „Stopp Malaria“ Symposium Einblick in die Methoden des integrierten Vektor-Managements (IVM) und erläutert die erfreulichen Projekterfolge. Im Anschluss an sein Referat diskutiert der kenianische Malariafachmann unter der Leitung von Karin Frei (Moderatorin bei Schweizer Radio DRS) mit Dr. Anisa Omar (Kinderärztin und Direktorin des Amtes für Gesundheit und Hygiene der Coast Province in Kenia), Dr. Hans Rudolf Herren (Insektenforscher, Welternährungspreisträger und Präsident der Stiftung Biovision) sowie Prof. Christian Lengeler (Leiter Malaria Interventionen beim Schweizerisches Tropeninstitut in Basel) die ökologischen Lösungsansätze im Kampf gegen die tödliche Krankheit. Der öffentliche Informationsanlass von Biovision findet am Samstag, 21. November 2009 von 14 bis 17 Uhr im Zürcher Volkshaus statt. Der Eintritt ist frei, weitere Informationen findet man auf der Internetseite. Weiter Informationen: Stidtung Biovision Peter Lüthi, Kommunikation und Kampagnen Telefon: +41 (0)44 341 97 18
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Bild: An die besonders gefährdeten Gruppen (Mütter und kleine Kinder) werden imprägnierte Bettnetze verteilt. Bei richtiger Anwendung sind diese Moskitonetze der sicherste Schutz vor den malariaübertragenden Mückenstichen (Biovision).
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