Die Schweiz braucht einen Wirtschaftsverband, der die Interessen nachhaltig orientierter Unternehmen in die Politik einbringt. Swisscleantech wird am 7. Dezember lanciert, an dem Tag, an dem der Klimagipfel in Kopenhagen beginnt. Cleantech soll zum Wohlstand der Schweiz beitragen, die Schweiz zum Cleantech-Vorreiter werden. Die Politik muss dafür die richtigen Rahmenbedingungen vorgeben, Unternehmen müssen ihre Kräfte bündeln.
Wir vertreten eine stetig wachsende Anzahl Schweizer Firmen jeder Grösse und jeder Branche, die eine Strategie des nachhaltigen Wachstums verfolgen. Unsere Aufgabe sehen wir darin, den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu beschleunigen, in- und ausserhalb der Schweiz. Dafür gibt es sowohl soziale, ökologische als auch wirtschaftliche Gründe. Die wachsende Weltbevölkerung und die gleichzeitige Steigerung des Lebensstandards beinträchtigen unseren Planeten und verändern demnach das wirtschaftliche Umfeld: Klimawandel, zunehmende Knappheit an natürlichen Ressourcen und daraus resultierende Erhöhung der Risiken wie Preisvolatilität. Das trifft auf Energie ebenso zu wie andere Rohstoffe, auf Nahrungsmittel und Wasser. Dies stellt uns vor grosse Herausforderungen und verlangt neue Strategien - eine Cleantech-Revolution. Energie muss aus erneuerbaren Quellen bezogen, Rohstoffzyklen müssen beachtet, Emissionen jeglicher Art reduziert werden. Vier Mal swisscleantech Der Wirtschaftsverband swisscleantech stellt sich in den nächsten Tagen in vier Schweizer Städten vor: am Montag, dem 30. November, in Genf, am Dienstag in Bern, am Mittwoch in St. Gallen und am Donnerstag in Basel. Die Veranstaltungen finden jeweils am frühen Abend statt. Mehr Informationen: Internetseite von Swisscleantech Der Aufwand ist beträchtlich und so auch das Marktpotential. Vorraussagen qualifizierter Institutionen wie der Internationalen Energieagentur, der OECD und des IPCC schätzen den Bedarf auf weit über hundert Milliarden US Doller jährlicher Investitionen, allein für die Bekämpfung des Klimawandels. Das gesamte internationale Marktpotential von Cleantech weist auf eine starke Beschleunigung hin. Der Finanzsektor wird in Zukunft nicht mehr im gleichen Masse zum Wohlstand der Schweiz beitragen. Cleantech kann und soll ein neues und zukunftsträchtiges Standbein der Schweizer Wirtschaft werden. Cleantech hat das Potential, die verschiedensten Sektoren zu stärken und langfristige Arbeitsplätze zu schaffen, Dienstleistungen und Produktion. Die aktuelle Ausgangslage der Schweiz ist ideal, um im Bereich Nachhaltigkeit weltweit führend zu werden. Wir führen in Europe betreffend Innovation, gelten als eines der ökologisch saubersten Länder und haben sektorielle sowie Bewusstseinsvorteile wie nachhaltiges Bauen undMinergie, den öffentlichen Verkehr, Recycling und anderes. Die Schweiz sollte deshalb Cleantech konsequent zur Kernstrategie ihrer Entwicklung erklären, im Sinne einer Qualitätssteigerung in allen Industriebereichen und über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Die Marke „Swisscleantech“ soll dafür gezielt eingesetzt werden. Zusätzlich sollte sie ihre partnerschaftlichen Beziehungen aktivverstärken und mit Leutturmprojekte wie einem Cleantech-Innovationspark ihren Standort und ihren Wissensvorsprung gezielt propagieren. Verwandte Themen| { Wirtschaft will Nachhaltigkeit, 02.11.09 } | | { Klimaschutz spaltet US-Wirtschaft , 29.10.09 } | | { Kohlelobby blockiert Klimagipfel, 28.10.09 } | | { Greentech-Pille gegen Krisenleiden, 23.10.09 } | | { Cleantech-Flieger hebt ab, 20.10.09 } | | { Kickstart für Cleantech-Branche, 20.10.09 } | | { 50 Tage zur Rettung der Welt, 18.10.09 } | | { Für Erfolg auf Klimagipfel , 08.09.09 } | | { Die Schweiz hat einen Vorsprung, 28.08.09 } | | { Saubere Offensive aus der Schweiz, 25.08.09 } | | { Abu Dhabi greift nach der Sonne, 17.08.09 } | | { Schweizer Leuchtturm am Golf, 04.08.09 } | | { Profit allein ist nicht genug, 08.07.09 } | | { Bonn macht Platz für Masdar, 29.06.09 } | | { Impulse kommen aus der Wirtschaft, 08.05.09 } | | { Wirtschaft braucht neue Regeln, 24.02.09 } | | { Schweizer zieht es an den Golf, 20.01.09 } |
Dies schliesst viele Bereich mit ein, insbesondere Aus- und Weiterbildung, Forschung & Entwicklung, Design, Materialherstellung und –verwertung sowie nachgelagerte Dienstleistungen, Energiebereitstellung und –lieferung, bis hin zur Cleantech-Finanzierung einschliesslich Risikokapital. Fortschrittliche rechtliche Rahmenbedingungen und eine international führende Position auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit stärken die Exportwirtschaft, ermöglichen ein nachhaltiges Wachstum und reduzieren die Abhängigkeit von Ressourcen und Energie. Seit Ende 2005 haben wir durch unsere Aktivitäten um das Projekt Masdar, das Cleantech -Cluster der Regierung des Emirats Abu Dhabi und das Swiss Village, ein Schweizer Cleantech-Hub in Masdar, die wachsende Bedeutung von Cleantech verfolgen können. Ebenso haben wir gelernt, wie im Falle Abu Dhabi eine gezielte Cleantech-Strategie zu internationalen Beziehungen, Partnerschaften und Investitionen führt. Für Masdar engagieren sich Firmen wie Siemens, BASF, General Electric und Credit Suisse, aber auch die Internationale Agentur für Erneuerbare Energieen, IRENA. In der Schweiz ist die Basis bedeutend besser als in Abu Dhabi. Als weltweit führende Kraft im Bereich Cleantech kann die Schweiz zudem international die Umstellung zur Nachhaltigkeit beschleunigen, zum Beispiel auf diplomatischer Ebene mittels internationalen Vereinbarungen, Standards und der Weitergabe von Fachwissen. Wir fordern deshalb die Politik auf eine nachhaltige Wirtschaftspolitik zu verfolgen, die nebst ökonomischen Rahmenbedingungen wie Wettbewerb und offene Märkte auch soziale und ökologische Regeln setzt. Damit wird den gegenseitigen Abhängigkeiten von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft Rechnung getragen. Diese Rahmenbedingungen müssen in schlanker und klarer Form gestaltet werden, etwa mit Lenkungsabgaben. Auf diese Weise sollen Anreize entstehen, damit sich nachhaltiges Wirtschaften lohnt, damit langfristig geplant werden kann und neue Investitionen getätigt werden. Überregulierung und umweltschädliche Subventionen sind zu vermeiden. Die Politik soll die Schweiz als Vorreiterin und somit als Vorbild in Sachen nationale Nachhaltigkeits- und Klimaziele positionieren. Dazu gehört eine aktive Kommunikation nach aussen und eine federführende Rolle bei internationalen Verhandlungen. Mit swisscleantech wollen wir der Schweizer Wirtschaft eine neue, dynamische Stimme geben, welche auch im internationalen Umfeld die Schweiz als Cleantech-Land positioniert. Anfang 2009 setzten wir uns zum Ziel, einen solchen Cleantech-Wirtschaftsverband aufzubauen, der wirklich etwas bewegen kann. Heute bin ich überzeugt, dass wir bis zum 7. Dezember unser Ziel erreichen können – dem letzten Montag der Wintersession unseres Parlaments und dem ersten Montag des Weltklimagipfels in Kopenhagen.
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