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UREK ist für Landschaftschutz

Geschrieben von: Bruno Vanoni, FLS 02.11.09
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Gemäss einer Mitteilung der Parlamentsdienste hat die Umweltkommission (UREK) des Ständerates einstimmig an ihrem Antrag vom August festgehalten, den Fonds Landschaft Schweiz FLS um weitere zehn Jahre zu verlängern. Sie liess sich damit nicht von der negativen Stellungnahme des Bundesrates vom Mittwoch beeindrucken. FLS-Präsident Marc F. Suter reagiert „sehr erfreut“ auf den Entscheid der Ständeratskommission und ist nun sehr zuversichtlich, dass der Ständerat in der Wintersession dem Antrag seiner Kommission folgen wird.

Auszug aus der Medienmitteilung der UREK-S vom 30.10.2009:

An ihrer Sitzung im August hatte die Kommission einstimmig einen Entwurf zur Erneuerung des Fonds Landschaft Schweiz verabschiedet, um dessen Tätigkeiten zugunsten naturnaher Kulturlandschaften auch für die Periode 2011–2021 mit 50 Mio. Franken zu unterstützen. Die Kommission hat nun die Stellungnahme des Bundesrates zur Kenntnis genommen, in der dieser eine Erneuerung ablehnt. Die Gründe dafür sind vor allem die zu erwartenden, hohen Defizite im Bundeshaushalt. Die Kommission indessen hält einstimmig an ihrem Antrag zur Erneuerung fest und betont dabei die breite Wirkung und die Kontinuität der Bemühungen des Fonds Landschaft Schweiz.

 

Reaktion des FLS:

FLS-Präsident Marc F. Suter reagierte "sehr erfreut" auf den nun zum dritten Mal einstimmig bekräftigten Willen der Ständeratskommission, den Fonds Landschaft Schweiz für weitere zehn Jahre zu erneuern. Er ist nun sehr zuversichtlich, dass das Parlament dem einhelligen Antrag seiner Kommission folgen wird. Zumal auch der Bundesrat in seiner Stellungnahme die Arbeitsweise und Wirkung des FLS sehr positiv beurteilt hat. So hat er „den wichtigen Beitrag des FLS zur Erhaltung und Pflege naturnaher Kulturlandschaften“ ausdrücklich anerkannt.

Ein Verzicht auf die Verlängerung des FLS käme einer schmerzhaften Kürzung des Bundesengagements für konkrete Massnahmen für Natur und Landschaft gleich – was ein schlechtes Omen für das bevorstehende Internationale Jahr der Biodiversität 2010 wäre. Der Bundesrat hat dieses Jahr selber als Gelegenheit bezeichnet, ein starkes Zeichen für vielfältige Lebensräume und Landschaften zu setzen. Mit der Verlängerung des FLS wäre immerhin einmal Gewähr geboten, dass das bisherige Engagement für vielfältige Kulturlandschaften im aktuellen Ausmass weitergeführt werden kann. Die Beiträge des FLS kommen dabei hauptsächlich den strukturschwachen Gebieten in Berg- und Randregionen zu gute.

Dass es das Engagement des FLS weiterhin dringend braucht, zeigt die rekordhohe Zahl von Unterstützungsgesuchen, die in den letzten beiden Jahren beim FLS eingegangen sind. Im laufenden Jahr zeichnet sich eine erneute Steigerung ab. Das Engagement des FLS bleibt auch nötig als Ergänzung zu den direkten Bundesbeiträgen an den Aufbau neuer Pärke von nationaler Bedeutung. Während der Bund grösstenteils den Aufbau der neuen Parkstrukturen, die ökonomische In-Wert-Setzung und die touristische Vermarktung der Naturpärke unterstützt, fördert der FLS gezielt konkrete Projekte zur Pflege und ökologischen Aufwertung der Landschaften in den Parkgebieten. Der FLS will aber weiterhin auch die Landschaftspflege in Gebieten unterstützen, die nicht von den Bundesgeldern für die neuen Pärke profitieren.

 

Weitere Informationen:

Fonds Landschaft Schweiz FLS
Marc F. Suter, Präsident  FLS-Kommission
Telefon: 079 435 35 30

Bruno Vanoni, Informationsbeauftragter
Telefon: 031 350 11 54
Mobil: 079 405 65 52

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