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Bundesrat spart an Landschaft

Geschrieben von: Raimund Rodewald, SL 29.10.09
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Wie schon 1998 lehnt der Bundesrat die Verlängerung des Fonds Landschaft Schweiz (FLS) ab. Damit desavouiert er zahlreiche lokale, regionale und nationale Institutionen, die sich für die Landschaftspflege tagtäglich einsetzen. Der Bundesrat bleibt seiner landschaftsfeindlichen Linie treu (er lehnte früher schon den FLS und auch die Schaffung von Naturpärken ab) und dies pünktlich zum internationalen Jahr der Biodiversität 2010! Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) wird sich vehement für den FLS im Parlament einsetzen. 

Der FLS, der Jubiläumsfonds des Parlaments zur 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft im Jahre 1991, hat bislang 100 Millionen Franken für rund 1450 Projekte zur Erhaltung und Aufwertung von naturnahen Kulturlandschaften eingesetzt. Damit hat er Investitionen in der Höhe von 300 bis 400 Millionen Franken in die landschaftliche Schönheit vorab in den Randregionen ausgelöst. In beiden Kommissionen waren der Erfolgsausweis sowie die Effizienz des Fonds unbestritten.

 

Die Argumente des Bundesrates sind finanzpolitisch völlig fadenscheinig! Würde der FLS wegfallen, so würde dies die Landschaftspflege und die Erhaltung unseres Kulturgutes in unserem Lande grundsätzlich in Frage stellen. Der FLS ermöglicht nämlich dank seiner Co-Finanzierung, dass trotz der in den vergangenen Jahren gekürzten öffentlichen Gelder im Bereich Natur- und Heimatschutz wichtige Projekte realisiert werden. 

Diese Projekte vor Ort basieren auf dem Partnerschaftsmodell, das der Bund in seinem Landschaftskonzept Schweiz hoch hält. Das Landschaftskonzept Schweiz kostet dem Bund gerade auch deshalb nichts, weil Institutionen wie der Fonds Landschaft Schweiz die lokal- regionale Umsetzung fördern.

Das bundesrätliche Argument, die Naturpärke, die Landwirtschafts- und Regionalpolitik würden genügen, zeugt von Realitätsferne. Ohne FLS-Unterstützung würde mit den bescheidenen Finanzmitteln des Bundes für die Naturpärke, die primär für den Parkbetrieb und das Marketing eingesetzt werden, kaum je ein Projekt zur Landschaftspflege und -aufwertung realisiert. Die Regionalpolitik verfolgt zudem zumeist wirtschaftliche Ziele.


Weitere Informationen:


Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL)
Raimund Rodewald, Geschäftsleiter
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