ecoLife, das Schweizer Magazin für Nachhaltigkeit, ist neu erschienen. Es zeigt, dass sich Umweltbewusstsein und Konsum nicht ausschliessen müssen. Ich finde es faszinierend, dass man durchaus genussreich leben und trotzdem etwas für die Umwelt tun kann. Das ist nicht nur, wofür sich ecoLife – das Schweizer Magazin für Nachhaltigkeit – mit jeder Ausgabe stark macht. Sondern es ist auch eine interessante Aussage von Coop-Marketingchef Jürg Peritz im Interview in der aktuellsten Ausgabe von ecoLife, die eben erschienen ist. Verwandte Themen| { Einmal gutes Gewissen, bitte!, 15.07.09 } | | { Gute Praktiken wiederbeleben, 17.06.09 } | | { Grün und gesund aus der Krise, 04.03.09 } | | { Grüner Genuss, 02.03.09 } | | { Grün bleibt sexy, 21.01.09 } | | { Beitrag für eine gerechte Welt, 11.12.08 } | | { Saubere Produkte sichtbar machen, 02.12.08 } | | { Klimafreundlich einkaufen, 14.11.08 } | | { Immergrüne auf dem Vormarsch, 29.09.08 } |
Ich habe Peritz am Hauptsitz von Coop in Basel zu einem längeren Gespräch getroffen. Was er uns erzählt hat, wirkt glaubwürdig. Da ist ein Unternehmen, das seine Verantwortung für ökologische und soziale Aspekte wahrnimmt ohne sich den Spass am Konsum verderben zu lassen. Peritz redet auch nicht um den heissen Brei herum, wenn er sagt, dass Coop mit seinem Öko-Aktivismus Geld verdienen, seine Marktposition auf Kosten etwa von Konkurrent Migros ausbauen will. Und er ist sich bewusst, dass Coop mit seinen 50‘000 Mitarbeitenden letztendlich ein Koloss bleibt, der die Umwelt vielerorts belastet. Das gleiche gilt für Migros, die grosse Coop-Konkurrentin. Auch bei ihr wird die orange Firmenfarbe grün und grüner. Die beiden Detailhändler liefern sich ein beeindruckendes Duell um das beste gute Gewissen. Als Journalist erlebt man das in hohem Rhythmus: Coop schickt die Medienmitteilung „Mit gutem Gewissen Kaffee trinken“. Migros weist auf das Engagement für den schonenden Baumwollanbau hin. Coop nimmt A. Vogel-Produkte ins Sortiment, „dem Pionier für die natürliche Gesundheit“. Migros lanciert eine nachhaltige Produktlinie für das Baby. Coop baut das Sortiment von Schweizer Saisongemüse weiter aus. Migros macht die halbe Schweiz mit seiner „Stickermania“ zugunsten des WWF und des Regenwaldes verrückt. Coop meldet hohe Nachfrage bei Fleisch aus artgerechter Tierhaltung. Migros titelt: „Transparente Deklaration der Stromkosten von Kaffeemaschinen“. Beide Unternehmen weisen gleichermassen hübsche wie reich gefüllte Nachhaltigkeitsberichte aus. Wem nützt es? Letztlich unserer Umwelt. Und das ist gut so. Denn in einem weiteren Punkt haben Jürg Peritz und ich die gleiche Meinung, wenn er sagt: „Ich bin überzeugt, dass nachhaltige Leistungen der Wirtschaftsmotor der Zukunft darstellen. Was früher industrielle Leistungen waren, sind heute grüne Marktleistungen.“ Weitere Informationen:
ecoLife Reto Wüthrich, Chefredaktor Telefon: +41 (0)79 414 69 48 Email:
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www.pepper.ch
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