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Entscheid voll daneben

Geschrieben von: Alexander Hauri, Greenpeace Schweiz 27.08.09
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Greenpeace verurteilt den heutigen Entscheid des Bundesrats scharf. 
Anstatt den Klimaschutz entschieden voranzutreiben und ihn auch von anderen Staaten selbstbewusst einzufordern, versteckt sich der Bundesrat hinter der Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember und untergräbt sie mit seinen schwachen Vorgaben gleichzeitig.


 

Die Schweizer Landesregierung ignoriert die neuen wissenschaftlichen Fakten und weigert sich, Verantwortung zu übernehmen im weltweiten Kampf gegen den Klimawandel. Derart ungenügende Vorgaben sind inakzeptabel für ein Land, das als reiche Industrienation mit einem hohen  CO2-Ausstoss pro Kopf mitschuldig ist an den verheerenden Auswirkungen des Klimawandels. Greenpeace fordert vom Bundesrat, dieses absolut entscheidende Geschäft an der nächsten Sitzung erneut zu beraten und rasch ein glaubwürdiges Verhandlungsangebot – d. h. 40 Prozent CO2-Reduktion bis 2020 -  für die internationalen Klimaverhandlungen in Kopenhagen auf den Tisch  zu legen.
Der Bundesrat hat es zudem verpasst, sich heute zum Schweizer Beitrag an die Finanzierung des globalen Klimafonds zu äussern. Notwendig sind jährlich 170 Milliarden Franken, die Schweiz muss dazu 1,3 Milliarden Franken beitragen. Greenpeace erwartet vom Bundesrat, dass er diesen Beitrag bis zur internationalen Klimakonferenz  festlegt.»


Greenpeace demonstrierte die Enttäuschung über den Bundesratsentscheid gestern Nachmittag lautstark vor dem Medienzentrum des Bundes, wo der Entscheid bekannt gegeben wurde. Ebenfalls lautstark protestiert wurde auf dem Gornergletscher im Wallis, wo 40 Greenpeace-AktivistInnen seit Montag mit einem Klimacamp auf den dramatischen Klimawandel aufmerksam machen. Dieser Protest wurde direkt nach Bern übertragen und war so vor dem Medienzentrum ebenfalls zu sehen und zu hören. 



 

Weiter Informationen:

Greenpeace Schweiz


Alexander Hauri, Leiter Klimakampagne

Telefon: +41 76 399 60 61


 

Bild: Bundesrat Pascale Couspin und Greenpeace Mediensprecher Nicolas de Roten. Greenpeace-AktivistInnen montierten gestern in einer Blitzaktion unmittelbar vor dem Eingang des Bundeshauses eine Steinplatte. Darin eingemeisselt sind die erforderlichen Schweizer Klimaziele (Greenpeace/Ex-Press/Wyttenbach).

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