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Elektronikindustrie wird grün

Geschrieben von: Gerd Linka, Atotech 14.08.09
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Lizenzen zum Betreiben chemischer Anlagen sind weltweit immer schwieriger zu erhalten. Aber nicht nur gesetzliche Vorschriften treiben „grün" in die Elektronikfertigung. Einsparungen von Rohstoffen, Wasser und Energie sind durch moderne Verfahren zu erreichen.

Viele Unternehmen erkennen selbst, dass wirtschaftliches Handeln, das mit Umweltschutz und sozialer Verantwortung einhergeht, lohnende Perspektiven schafft. Wer auf dieser Basis die Produktionslösungen für die nächsten Technologiegenerationen entwickelt, kann mit einem in jeder Hinsicht klaren Kostenvorteil rechnen.

Green Manufacturing

In der Elektronikindustrie steht das Thema im Focus: Die umweltpolitischen Auflagen werden immer schärfer, die Forderungen nach einem nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen lauter. Strenge Vorschriften für den Schutz der Umwelt bestimmen weltweit den Alltag der Produktionsverantwortlichen. Gleichzeitig haben aber viele Unternehmen erkannt: Eine umweltorientierte Unternehmensführung sorgt für mehr Effizienz, fördert innovatives Denken und verbessert die Wettbewerbsfähigkeit.

ATOTECH gehört zur Total Gruppe und damit zu einem der branchenführenden Erdölunternehmen in Europa. Wir stellen chemische Verfahren für die galvanische Metallveredlung sowie die Leiterplattentechnik, Wafertechnologie und Electronics Material her und haben strategische und nachhaltige Entwicklungspraktiken quer durch alle Bereiche entwickelt und im Leitbild aller Geschäftsgebiete festgeschrieben. Durch innovative galvanotechnische Produktionssysteme, die wesentliche Einsparungen von Rohstoffen, Wasser und Energie realisieren, wird zudem die Prozesssicherheit erhöht. Zwei Beispiele dafür: Wir haben mit UNIPLATE ein einzigartiges, horizontales Galvanosystem entwickelt. Im Vergleich zu den bisherigen, vertikalen Anlagen, konnte damit die Ausschleppung der Prozesslösungen von etwa 200 ml auf 110 ml pro Quadratmeter reduziert werden. Diese Verminderung um 45 Prozent hat bei einer Gesamtkapazität von etwa 50 Mio. Quadratmetern mit UNIPLATE durchkontaktierter Leiterplatten pro Jahr einen erheblich reduzierten Chemieverbrauch und deutlich weniger Abwasser zur Folge. Und natürlich führt dies auch zu beachtlichen Kostensenkungen im Prozess.

Unser neues Superfilling-Verfahren vermindert die Abscheidung von Kupfer auf der Leiterplattenoberfläche um 50 Prozent. Beim Füllen von Durchgangsbohrungen können im Vergleich zum konventionellen Prozess zudem bis zu 75 Prozent der Prozess-Schritte mit den entsprechenden Kosten eingespart werden. Die Fokusierung auf solche umweltfreundlicheren Technologien haben zu neuen, überzeugenden Lösungen geführt. Diese werden die Lebensqualität künftiger Generationen verbessern, indem sie dem steigenden Energiebedarf und Mehrverbrauch von Wasser, Chemie und anderen Materialien entgegenwirken.


Wer wie wir diesen Weg geht, wird feststellen, dass er damit auch international besser positioniert ist. Solch eine nachhaltige Entwicklung wird für die globale Zukunftssicherung immer wichtiger: Heute leben sechs Milliarden Menschen auf der Erde – im Jahr 2050 könnten es schon zehn Milliarden sein – und alle brauchen Nahrung, Unterkunft, Energie und Lösungen für ihre Mobilität. Durch das Bewusstsein für diese kritischen Anforderungen unterstützt ATOTECH alle Kunden und Geschäftspartner, auf umweltfreundlichere Technologien und innovative Lösungen zu setzen. Denn diese nachhaltige Entwicklung wird sich zur Sicherung des eigenen wirtschaftlichen Erfolgs weltweit etablieren müssen.

 

Dr. Gerd Linka ist Manager Sustainable Development bei der ATOTECH Deutschland GmbH.


Weitere Informationen:

Die Atotech Deutschland GmbH
Gerd Linka, Manager Sustainable Development
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Bild: Horizontale Uniplate-Anlage zur Durchkontatktierung von Leiterplatten. (Atotech)

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