Die Schweizerische Energie-Stiftung begrüsst, dass das Effizienzpaket nachgebessert wurde. Gemessen am vorhandenen Stromeffizienz-Potential von 30 Prozent, seien sind die Massnahmen mit einer Einspar-Wirkung von cirka 1,5 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs bis 2020 viel zu bescheiden. Schon allein mit „Beste-Technik-Anforderungen“ (BAT) für Geräte und Elektromotoren hätte mit dieser Verordnung die über sechs-fache Wirkung erzielt werden können.
Die Umweltorganisationen Greenpeace, Schweizerische Energie-Stiftung (SES) und WWF zusammen mit der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz SAFE zeigten im Februar 2009 auf, wie mit dieser Verordnung 10 Prozent des Stromverbrauchs hätten eingespart werden können. In der heute beschlossenen Energieverordnung fehlen konsequente Anforderungen zum Beispiel für Büro- und Strassenbeleuchtung sowie Umwälzpumpen und Klimaanlagen. Bei den Industriemotoren hinken die Schweiz und die EU hinter den Verbrauchsstandards von Ländern wie Korea, USA, Australien oder Mexiko weit hinterher.
Drei Milliarden Einsparungspotentials
Hinter der Ausschöpfung des gesamten Stromeffizienz-Potenzials von 30 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs stecken riesige Nutzen für Umwelt und Wirtschaft: Jährlich könnten über drei Milliarden Franken Elektrizitätskosten eingespart werden. Ausserdem haben Effizienzmassnahmen eine deutliche Wirkung auf Innovation, Wertschöpfung und Beschäftigung, was nicht nur in Zeiten einer Wirtschaftskrise gewinnbringend ist.