Der Verein climatop zeichnete die Spargeln aus dem Migros-Sortiment als besonders klimafreundlich aus. Denn im Vergleich zu eingeflogenen Spargeln verursachen Spargeln aus Europa und Peru, die mit dem Schiff transportiert werden, rund zehn Mal weniger Kohlendioxid.
Viele Gemüsesorten sind ausserhalb ihrer Saison in den Läden erhältlich. Dies gilt auch für frische Spargeln, welche es schon ab Mitte Dezember zu kaufen gibt. Diese Spargeln stammen aus Übersee. Doch was tun, wenn die Spargellust schon im Januar nicht mehr zu bändigen ist? Hier gilt, nicht alles, was aus Übersee kommt, weist automatisch eine schlechte Klimabilanz auf. Weisse Spargeln können heutzutage, dank neuer Lagertechniken, auch mit dem Schiff transportiert werden, ohne dabei an Qualität einzubüssen. Dank der Schifftransporte schneiden diese Spargeln bei einer durch die Stiftung myclimate erstellten Klimabilanz beinahe gleich gut ab wie Europäische Spargeln. Wesentlich höheren Kohlendioxid-Emissionen weisen hauptsächlich grüne Spargeln, welche per Flugzeug importiert werden, auf. Studie ermittelt die klimafreundlichsten SpargelnVerschiedene Typen frischer Spargeln aus dem Migros-Sortiment wurden auf ihre Klimafreundlichkeit hin untersucht. Dabei wurden Spargeln aus Peru, Mexiko, Deutschland und Ungarn verglichen. Die Deutschen und Ungarischen Spargeln stehen dabei stellvertretend für Europäische Spargeln. Die erstellte Klimabilanz berücksichtigt die Emissionen über den gesamten Lebenszyklus der Spargeln. Somit wurden der Anbau, der Transport sowie die Weiterverarbeitung berücksichtigt. Für den Vergleich von grosser Bedeutung sind insbesondere die jeweiligen Transportmethoden. Grüne Spargeln aus Mexiko werden immer auf dem Luftweg transportiert, während bei weissen Spargeln aus Peru auch ein Schifftransport möglich ist. Sämtliche Spargeln aus Europa werden mit dem Lastwagen transportiert. Bei den Europäischen Spargeln sowie den per Schiff transportierten Peruanischen Spargeln ist jeweils der Anbau für rund die Hälfte der Emissionen verantwortlich. Der Rest entfällt grösstenteils auf den Transport, während die Verarbeitung kaum von Bedeutung ist. Im Falle der Spargeln, welche mit dem Flugzeug transportiert werden, verursacht der Transport den weitaus bedeutendsten Teil der Emissionen. Es zeigte sich, dass diese Spargeln insgesamt eine mehr als zehn Mal höhere Klimabelastung aufweisen. Sie verursachen über zehn Kilogramm Kohlendioxid pro Kilogramm Spargel. Die Europäischen sowie die mit dem Schiff transportierten Peruanischen Spargeln verursachen weniger als ein Kilogramm Kohlendioxid pro Kilogramm- Spargel. Die Studie wurde von der Carbotech AG einem gemäss ISO 14040 vorgeschriebenen externen kritischen Gutachten unterzogen. Weitere Informationen: Fact-Sheet auf der Internetseite von climatop Heinz Schmid, Geschäftsführer von climatop:
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Über climatop: climatop ist bis jetzt das einzige Siegel in der Schweiz, das sich explizit der Thematik «Klimarelevanz» annimmt. Die beiden Non-Profit-Organisationen Ökozentrum Langenbruck und myclimate entwickelten die Label-Idee und beschlossen, dafür eine eigenständige unabhängige Organisation zu gründen. Der Non-Profit-Verein climatop wurde im November 2008 gegründet.
Über myclimate: myclimate ermöglicht innovative Lösungen im Klimaschutz und fördert den Einsatz von erneuerbaren Energien und energieeffizienten Technologien. Die internationale Initiative mit Schweizer Wurzeln gehört weltweit zu den führenden Anbietern von freiwilligen Kompensationsmassnahmen. Darüber hinaus fördert myclimate in diversen Klimabildungsprojekten den öffentlichen Dialog über Klimaschutz und sensibilisert für das Thema. Zudem erstellt myclimate massgeschneiderte Kohlendioxid-Bilanzen für Produkte und Dienstleistungen.
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