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James Dean würde heute am Steuer eines Kleinwagens sitzen. Was vor kurzem noch unvorstellbar war, ist heute Normalität. Rekordhohe Spritpreise und die Konjunkturflaute lassen immer mehr Amerikaner auf kleine und sparsame Autos abfahren. Laut GM-Topmanager Mark LaNeve steigen die Verkaufszahlen für kleine Flitzer rasant. Die Hersteller würden mit der Fertigung kaum mehr nachkommen. Der Trend zum Kleinwagen setzt sich auch in Deutschland fort. Einer der Gründe dürfte die Verschrottungsprämie sein. Und in der Schweiz sieht die Tendenz nicht anders aus, obwohl Kleinwagenbesitzer nur in wenigen Kantonen unterstützt werden. Die Vorliebe für sparsame, energieeffiziente Autos ist ungebrochen, vermeldet Auto Schweiz, die Vereinigung der Schweizer Automobil-Importeure. Im vergangenen Jahr wurde eine grosse Anzahl Modelle der Energieeffizienz-Kategorien A und B verkauft. Insgesamt 117.007 Fahrzeuge. Ihr Anteil am gesamten Neuwagenverkauf beläuft sich mittlerweile auf 40,8 Prozent. Trend zu kleineren MotorenWirft man einen Blick auf die Immatrikulationsstatistik neuer Personenwagen von Auto Schweiz, lässt sich der Trend genauer definieren. Die Liste der meist verkauften Modelle führt der VW Golf an. Insgesamt 1980 Stück fuhren im ersten Quartal aus den Lagerhallen der VW-Vertretungen. Auf Platz Sechs folgt der Fiat 500 mit 999 an der Zahl. Dicht gefolgt von Ford Fiesta mit 964 Exemplaren. „Der Trend zeigt eindeutig, dass hoch effiziente Autos im Klein- und unteren Mittelklassesegment beliebt sind”, bestätigt Andreas Burgener, Direktor von Auto Schweiz. Ein zweiter Trend zeichne sich bei kleinen Motoren ab, „Down sizing” genannt. „Heute hat ein moderner Motor mit 1,4 Liter Hubraum dieselben Leistungswerte wie früher einer mit zwei Litern, bei deutlich geringerem Treibstoffverbrauch”, so Burgener. Dies bestätigen auch die Auto-Importeure. „Wir stellen vermehrt einen Trend zu kleineren Motorisierungen fest”, so Beda Durrer von BMW Schweiz. Und Giuseppe Loffredo von Mazda Suisse SA ergänzt: „Schweizer orientieren sich verstärkt an kleineren und effizienteren Modellen und Motoren”. Im Kampf gegen OffroaderAnders sieht das Nationalrat Bastien Girod: „Die Zahl der verkauften Offroader hat stark zugenommen. Über die letzten sieben Jahre etwa von drei auf zwölf Prozent.” Mit der eidgenössischen Volksinitiative „Für menschenfreundlichere Fahrzeuge” will er den Trend zu bulligen Autos mit hohem Radstand und grossem Hubraum stoppen. Der Antrag mit den 123.670 gültigen Stimmen liegt nun bei Bund und Parlament. Ein Blick zurück auf die Neuwagenstatistik zeigt: Offroader sind auf Schweizer Strassen zwar nach wie vor präsent, von einem Trend kann aber nicht die Rede sein. Denn unter den 40 meist verkauften Modellen im ersten Quartal sind nur vier Offroader zu finden. Der erste erscheint auf Platz elf mit 889 an der Zahl, der zweite gleich danach mit 772. Die beiden anderen Modelle belegen Platz 26 und 36. Belohnung für emissionsarme FahrzeugeImmer mehr Autolenker entscheiden verantwortungsvoll und stellen um auf emissionsarme Fahrzeuge. Diese Haltung belohnen und fördern einige Kantone in der Schweiz. Vorreiter sind St.Gallen und Graubünden. Sie haben bereits entsprechende Massnahmen umgesetzt. Wer sich im Kanton St.Gallen ein neues Auto der Energieeffizienzklasse A und einem CO2-Ausstoss bis höchstens 130 Gramm pro Kilometer kauft, wird für die ersten vier Jahre von den Strassenverkehrssteuern befreit. Diese Steuerbefreiung kommt auch Haltern zugute, die in den letzten drei Jahren ein derartiges Fahrzeug erworben haben. Ihnen wird der Rest der Frist erlassen. Ein weiterer Musterkandidat ist der Kanton Graubünden. Seit Anfang 2009 gibt es Steuer-Ermässigungen um 60 Prozent für leichte Motorfahrzeuge mit einem maximalen CO2-Ausstoss von 160 Gramm pro Kilometer, 80 Prozent bei einem etwas geringerem Ausstoss von 140 Gramm pro Kilometer. Nach zwei Jahren werden die Reduktionen anteilsmässig nach unten korrigiert. Verschrottungsprämie: Kein Schweizer WegIn anderen Kantonen hinkt man hintendrein. Im Kanton Zürich und Aargau beispielsweise wird nach wie vor nach Hubraum gerechnet. Diskussionen über Ermässigungen stecken erst noch in der Vernehmlassung. Dasselbe gilt für den Kanton Luzern. Allerdings werden dort Lenker von Hybridautos und Fahrzeugen, die mit Strom und Gas betrieben werden, belohnt: Die Jahressteuer kostet lediglich 41 Franken. In Bern werden Offroader-Fahrer zur Kasse gebeten, denn der Kanton rechnet die Steuer nach Gesamtgewicht ab. Ob die Steuersenkung irgendwann zu einem nationalen Thema wird, hängt noch in der Schwebe. Ein weiterer Anreiz zum Kleinwagenkauf wäre die Verschrottungsprämie wie sie in Deutschland und Frankreich bereits Erfolge erzielt. „In der Schweiz werde es aber nicht dazu kommen”, so Bundepräsident Hans-Rudolf Merz.
Bild : Ford Fiesta (www.ford.ch)
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