Haldenstein - Im bald 1000 Einwohner zählenden Dorf Haldenstein nördlich von Chur soll die erste graubündnerische Windkraftanlage realisiert werden. Eine zukunftsfähige, ein auf erneuerbaren Energien beruhende Stromversorgung, welche über eine dezentral organisierte Verteilung das Dorf von Fremdlieferungen fast völlig unabhängig macht. Unser Energieminister Bundesrat Moritz Leuenberger sagt in der Broschüre «Leichter leben - in neues Verständnis für unsere Ressourcen als Schlüssel zu einer nachhaltigen Entwicklung»: Die 2000-Watt-Gesellschaft: Diese strebt der Bundesrat in den nächsten Jahrzehnten an. Dabei soll der Energieverbrauch pro Kopf der Bevölkerung nicht über 2000 Watt betragen…. Eine solche Vision ist keine Illusion. Die effizientesten Geräte, Motorfahrzeuge und Gebäude beanspruchen nur einen Bruchteil der Energie, den übliche Technologien verbrauchen. Und die erneuerbaren Energien haben das Potenzial den Energiebedarf der Menschheit um ein vielfaches zu decken»
Fakten & Zahlen: Trägerschaft: J. Gasser / J. Michel Windkraftanlage: Standort Oldis Nabenhöhe: circa 100 Meter Rotordurchmesser circa 100 Meter Leistung: circa 2.0 Megawatt Stromproduktion: circa 3.0 Gigawattstunde pro Jahr Kosten: circa sechs Millionen Franken Strombedarf Gemeinde Haldenstein: 4.4 Gigawattstunde pro Jahr (66Prozent) Erste graubündnerische WindkraftanlageEin lohnendes Ziel, wenn wir an die Herausforderung Klimawandel und Ressourcenproblematik denken. Für Haldenstein selbst eine grosse Herausforderung, die eben mit der ersten graubündnerischen Windkraftanlage angegangen werden soll und die breite Unterstützung der einheimischen Bevölkerung erfordert. Auch für Haldenstein ein lohnendes Ziel in Anbetracht der mit grosser Sicherheit in Zukunft steigenden Energiepreise und Konzentration der Energieressourcen und der Produktion in immer weniger Hände. Ein lohnender Prozess für das heimische Gewerbe und eine allfällige touristische Vermarktung. Dies ebenfalls auch deswegen, weil er Leute zusammen bringt und das gemeinsame Bewusstsein entwickelt, durch Eigeninitiative einiges in Bewegung setzen zu können. Eine Chance für die Region: - Dynamisches Image, sanfter Tourismus
- 1/3 der Investitionen von ca. 5 Millionen Franken (bei Anlage von 2 MW)
- Anteil an der betrieblichen Wertschöpfung:
3-4 Prozent der Investition von circa 5 Millionen Franken jährl. 150‘000–200‘000 Franken (mindestens ein Arbeitsplatz) - Landwirtschaft: Entschädigung, Baurecht
- Gemeinde: Steuereinnahmen
«Angesichts der künftigen Aufgabe stellt sich rasch die Kostenfrage. Sie ist insofern rhetorisch, als hohe Kosten ohnehin anstehen: entweder als reaktive Massnahmen infolge der Klimaerwärmung oder als Investition in eine aktive Zukunftsgestaltung.» (Zitat aus obiger Broschüre) Je früher und vorausschauender etwas getan wird, umso weniger Kosten entstehen vor allem im Gebäudebereich und umso mehr Freiheitsgrade bleiben erhalten. Dieses Windkraft- Projekt soll exemplarisch dafür stehen wie eine kleine Gruppe von beseelten Menschen ein Projekt initiiert, das hoffentlich von der Bevölkerung von Haldenstein mitgetragen wird und so zum Kristallisationspunkt weiterer Initiativen aus der Bevölkerung für eine 2000-Watt-Gesellschaft wird. Die Vorprüfung des Projektes durch die Amtsstellen des Kantons erfolgt im Juni/Juli. Öffentliche Auflage und Wünsche werden im August bekannt. Im September soll das Projekt dann von der Gemeindeversammlung und im Januar 2010 von der Regierung genehmigt werden. Das Baubewilligungsverfahren läuft dann im Februar 2010. Weitere Informationen: Josias F. Gasser Telefon 079 344 01 55
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Jürg Michel Telefon 079 632 62 70
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