Es freut mich ausserordentlich, Sie auf dem Internetportal der Foundation for Global Sustainability (FFGS) begrüssen zu dürfen. Das Internetportal ergänzt die von der FFGS getragene Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit Schweiz (Swiss Sustainability Initiative, SSI). Nachhaltigkeit.org dient in erster Linie dazu, die Schweiz als Vorreiterin der Nachhaltigkeit zu positionieren – zum Vorteil der Schweiz, aber ebenso zum Vorteil der internationalen Gemeinschaft.
Heute gilt es, ein Bewusstsein zu schaffen für die Nachhaltigkeit. Dieses Internetportal ist bestens dazu geeignet. In einem grösseren Rahmen muss Nachhaltigkeit aber umgesetzt werden. Deshalb möchte ich Ihnen in dieser ersten Ausgabe der Kolumne etwas Hintergrund zur Tätigkeit der SSI geben. In zukünftigen Kolumnen werden Experten zu unterschiedlichen, aktuellen und relevanten Themen der Nachhaltigkeit berichten.
In Sachen Nachhaltigkeit besteht dringender Handlungsbedarf, trotz Finanzkrise. Dies stellt die Menschheit vor grosse Herausforderungen. Für die Schweiz eröffnen sich aber auch Chancen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und sich in der globalen Klima- und Nachhaltigkeitsdebatte mit Lösungen einzubringen.
Die Voraussetzungen sind gut: Die Schweiz steht in den Nachhaltigkeits-Ranglisten ganz oben und beherbergt als neutrales Land zahlreiche bedeutende internationale Organisationen. Die Wirtschaft, die Hochschulen und die öffentlichen Gemeinwesen verfügen im Bereich Nachhaltigkeit über grosse Erfahrungen. Als reiches, hochentwickeltes und der Nachhaltigkeit verpflichtetes Land hat die Schweiz nach Auffassung der SSI die Chance, sich für die nachhaltige Entwicklung an vorderster Front zu engagieren. Sie kann mit Wissen, Technologie und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit auf internationaler Basis spürbar fördern. Unterlassen wir ein Engagement, so bliebe nicht nur ein grosses wirtschaftliches Potential, sondern auch ein Schweizer Beitrag zur Lösung wichtiger globaler Probleme unausgeschöpft.
Vernetzung und Bündelung von Know-how
Vor diesem Hintergrund engagiert sich die SSI dafür, dass die Schweizer Wirtschaft, Forschung und öffentliche Hand ihr Know-how bei den erneuerbaren Energien und bei der Energieverteilung gezielt anwenden und vermehrt auf globaler Ebene einbringen. Ebenso soll die Schweiz ihr politisches Gewicht einsetzen, damit internationale Standards für Nachhaltigkeit erarbeitet und umgesetzt werden. Die SSI will dazu beitragen, dass die Akteure besser vernetzt, die Aktivitäten im Nachhaltigkeitsbereich vermehrt gebündelt und die strategische Kooperation zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik verstärkt werden.
Konkrete Beiträge, breite Unterstützung
In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Betätigungsfelder evaluiert, ausgehend von den Stärken der Schweiz einerseits und den globalen Herausforderungen im Bereich Nachhaltigkeit andererseits. Aufgrund der Ergebnisse hat die SSI sechs spezifische Projektfelder definiert, die jetzt mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik bearbeitet werden.
Die Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit Schweiz wird Erfolg haben, wenn Sie breit unterstützt wird. Indem Sie sich mit Ideen, Vorschlägen oder auch Sorgen beim Internetportal www.nachhaltigkeit.org beteiligen, tragen Sie dazu bei, dass Nachhaltigkeit in der Schweiz intensiv diskutiert wird. Dies ist ein wichtiger Grundstein für die starke, nachhaltige Schweizer Wirtschaft, welche jetzt notwendig ist. Deshalb freue ich mich auf Ihre Teilnahme auf diesem Forum!
Nick Beglinger, Zürich
Zur Person:
Nick Beglinger ist Gründer und Geschäftsführer der Schweizer Stiftung Foundation for Global Sustainability und Präsident des Vereins SSI. Er hat an der London School of Economics und an der HEC bei Paris studiert. Seine Karriere begann bei McKinsey & Company in Deutschland und führte ihn nach China, Vietnam, Singapur und Abu Dhabi. Seit fünf Jahren ist er Managing Partner bei der Zürcher Planungsfirma Maxmakers AG (Immobilien und Infrastruktur Entwicklung). Bereits vor seiner Studienzeit begann er sich intensiv mit dem Thema Ökologie zu befassen. Auf Grund seiner beruflichen Erfahrungen hat er sich heute auf die Schnittstelle zwischen Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft fokussiert. Dies hat ihn Ende 2007 zur Gründung der Stiftung FFGS bewogen.
Anmerkung der Redaktion: Am 1. Januar 2010 ist aus der SSI der Wirtschaftsverband swisscleantech hervorgegangen. Zu seinen knapp hundert Gründungsmitgliedern gehören ABB Séchéron, Ringier und Solarimpulse.
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